Sieben Wochen mit Produkten aus Fairem Handel und aus der Region

Genuss durch Verzicht – Mit Lust anders leben: So waren die erste und die zweite Meditation zur Fastenzeit 2012 überschrieben, die in der Materialmappe enthalten sind. Christiane Eller verweist damit auf zwei zentrale Themen in diesem Jahr (2012).

Download Materialmappe (PDF 1,6 MB):

7WoMit_2012_Materialmappe.pdf

Es ist gute christliche Tradition, Genügsamkeit und Freude, Verzicht und Genuss zusammenzudenken, ebenso wie es gute christliche Tradition ist, neue Formen des Zusammenlebens (nicht zuletzt des Zusammenessens) auszuprobieren. Die Fastenzeit kann uns Anlass sein, diese beiden Aspekten von Nachfolge mit all ihren gesellschaftlichen und politischen Implikationen auszuloten: Können wir uns auch heute zu ansteckenden Gemeinschaften verbinden, die gemeinsam neue Wege suchen auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit vor Ort und weltweit?

Die Fastenaktion bietet Anstöße und Anlässe, Menschen genau dazu anzuregen. Sie will Menschen auch dazu ermutigen, sich so mit biblischen Texten und Ideen auseinanderzusetzen, dass diese für drängende aktuelle Probleme fruchtbar werden. Eine weitere Möglichkeit ist es, eigene Konsumgewohnheiten zu überdenken. Welche Handlungsspielräume haben Einzelne und Gruppen, wenn sie versuchen, im Dickicht weltweiter ungerechter Handelsstrukturen mit ihrem Alltagshandeln neue Wege zu gehen? Die Ebene der eigenen Konsumgewohnheiten ist wichtig. Angesichts globaler Ungerechtigkeit geht es jedoch auch darum, nicht tatenlos zu bleiben sondern sich einzumischen: "Unsere Verantwortung liegt darin, in der Stärke von Gemeinschaft uns offensiver in die Politik einzubringen. Unternehmen und Politiker brauchen unseren Druck....", wie Christiane Eller in ihrer Predigt zur Eröffnung der Aktion 2011 deutlich machte. So ist die Fastenaktion für das Evangelische Frauenwerk ein weiteres Handlungsfeld für mehr Gerechtigkeit und Solidarität weltweit.

Gemeinsam mit neuen und alten Kooperationspartnerinnen wurden die Anliegen der Aktion in drei aufeinanderfolgenden Jahren, 2010-2012 sehr wirkungsvoll in unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen getragen. Die umfangreiche Dokumentation der Fastenaktion 2011 kann hier heruntergeladen werden (PDF 5,7 MB):

7_Wochen_mit_2011_web.pdf

Weitere Informationen zur Fastenaktion 2011 und 2012 siehe www.7wochenmit.info, zur Jugendaktion siehe www.probiersmal.info

Die Fastenaktionen 2010 und 2011 wurden möglich durch eine Förderung der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Mitteln von "Bingo. Die Umweltlotterie". 2012 wurde die Aktion in kleinerem Umfang aufgelegt. Nach der Fusion zur Nordkirche ist eine Umsetzung auf Gesamtkirchlicher Ebene geplant. Sobald sich diese Pläne konkretisieren, werden Sie hier mehr erfahren können.

Fairer Handel

Mit dem Zweijahresthema 2008-2009 "In Solidarität mit Frauen weltweit" hat das Frauenwerk Anliegen einer fairen Gestaltung der Globalisierung und weltweiter Gerechtigkeit in seine Jahresprogramme aufgenommen.

"Gerade Frauen sind begabt, zunächst unscheinbare Wege des Handelns zu entdecken, die aber in der Summe ihre Wirkung haben", so steht es im Jahresprogramm 2008 zu lesen. Wege des Handelns hin zu mehr Gerechtigkeit und Solidarität weltweit sollten also entdeckt und immer stärker begangen werden. Als Frauenwerk haben wir auf diesem Weg nun schon mehrere Schritte getan und dabei viele Frauen angeregt und unterstützt, sich gemeinsam mit anderen auf den Weg der Gerechtigkeit zu machen.

Mit diesem Ziel wurden 2008-2009 in Zusammenarbeit mit der Fair-Handels-Beratung M-V für möglichst viele Kirchenkreise Multiplikatorinnen des Fairen Handels ausgebildet.

Dies ist in einer sehr erfolgreichen Fortbildungsreihe geschehen: neun Multiplikatorinnen können in den Kirchenkreisen Stralsund und Pasewalk, Wismar, Güstrow , Stargard für Gemeindeveranstaltungen zu Themen des Fairen Handels angefragt werden.

Multiplikatorinnen des Fairen Handels

Kirchenkreis Wismar

Ellen Kühl, Schwerin, Tel. 0385 / 716 561

Henriette Liebmann, Herrnburg, Tel. 038821 / 687 12

Kirchenkreis Güstrow

Dorothea Eggers, Güstrow, Tel. 03843 / 699 91 97

Kirchenkreis Stargard

Anneliese Handl, Neustrelitz, Tel. 03981 / 256 037

Manuela Schönfeld, Neubrandenburg, Tel. 0395 / 421 26 82

Kirchenkreis Pasewalk

Hannelore Zimmermann, Pasewalk, Tel. 03973 / 212 477

Kirchenkreis Stralsund

Hiltrud Uphues, Barth, Tel. 038231 / 77 381

Jana Mittelstädt, Garz/Rügen, Tel. 038304 / 124 54

Yvonne Koenen, Garz/Rügen, Tel. 038304 / 823 94


Faire Woche

In Zusammenarbeit mit lokalen Weltläden werden während der Fairen Woche (www.fairewoche.de) jährlich interessierte Frauengruppen und Kirchgemeinden bei der Durchführung eines Fairen Frühstücks vor Ort unterstützt.

Auch in diesem Jahr wird es innerhalb der Fairen Woche in verschiedenen Orten und Kirch(en)gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern wieder ein Frühstück zum Fairwöhnen geben. Dabei werden Produkte aus dem Weltladen (Kaffee, Tee, Saft, Brotaufstrich) angeboten und durch Bio- und regionale Produkte ergänzt. Nach dem gemeinsamen Essen und Trinken geben Referentinnen Informationen über die Bedeutung des Fairen Handels und einzelne fair gehandelte Produkte.

Ein Frühstück zum Fairwöhnen ist geplant in:

Garz/Rügen, Gemeindehaus, Lange Str. 34

Informationen: Sylvia Giesecke, Kuratorium Ev. Frauenwerk Garz. Tel. 038304 / 257 oder Mail syl.giesecke<at>t-online.de

Güstrow, Ev. Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung, Domplatz 13

Informationen: Dorothea Eggers, Fair-Handels-Multiplikatorin, Güstrow 03843 / 686 486

Rostock, Marientreff, Bei der Marienkirche

Informationen: Dietlind Glüer, Supervisorin. Tel. 0381 / 492 23 89

Schwerin, Bernogemeinde, Wossidlostraße

Informationen: Ellen Kühl, Dipl. Kulturwissenschaftlerin, Kuratorium Ev. Frauenwerk, Schwerin. Tel. über Ev. Frauenwerk 03831 / 383 762

Wolgast, Gemeinderaum, Kirchplatz 7

Informationen: Roselind Frohreich, Mitarbeiterin Weltladen, Wolgast. Tel. 03836 / 602 171

Kosten:

ca. 5,00 €, Bezahlung vor Ort

Hinweis:

Wenn auch Sie in Ihrer Gemeinde ein Faires Frühstück planen, können Sie Tipps und Informationen gern bei der Fairhandelsberaterin Andrea Kiep (Tel. 0381 / 490 24 92) oder im Frauenwerk erfragen (Tel. 03831 / 383 762). Wir unterstützen Sie gern.

Außerdem finden Sie unten die Adressen von Fair-Handels-Multiplikatorinnen, die in ihrer Nähe wohnen und gerne zu Informationsveranstaltungen in ihre Gemeinde oder Gruppe kommen.