Was sehen Sie, Frau Lot?

Eine künstlerische Auseinandersetzung der Künstlerinnen Renate Bühn, Maria Mathieu, Heike Pich mit sexualisierter Gewalt an Frauen und Mädchen.

Die Ausstellung war vom 3.- 20. März 2005 in der Nikolaikirche Rostock zu sehen.

Schirmfrauen: Elke König und Johanna Schall

 

Aus dem Katalog zur Ausstellung "Kunst ist immer eine Gratwanderung":

Die Künstlerinnen Renate Bühn, Maria Mathieu und Heike Pich machen in ihrer Ausstellung sichtbar und beziehen gesellschaftspolitisch Stellung zu dem, was leicht übersehen wird:

• das Grauen und gleichzeitig die Normalität der Gewalt,

• die Verletzungen, aber auch den Überlebensmut und die Stärke der Betroffenen.

"Die jahrelange Aufklärungsarbeit gegen sexuelle Gewalt hat zwar dazu geführt, dass Betroffenen heute weitgehend geglaubt wird. Auch unterliegt es keinem Zweifel, dass Täter vermehrt von der Justiz zur Rechenschaft gezogen werden. Doch um mehr als einen Bruchteil handelt es sich dabei nicht.

Öffentliches und familiäres Schweigen legitimiert und duldet die sexuelle Gewalt der Täter, ist Nährboden für weitere Gewalt an Mädchen, Frauen und Jungen. Die Täter können sich immer noch in Sicherheit wiegen.

Kunst ist immer eine Gratwanderung zwischen der persönlichen Sicht auf die Dinge und deren Sichtbarmachung für andere. Damit bildet die Kunst eine Brücke zwischen dem Individuum und der Gesellschaft."

 

Weitere Bilder der Ausstellung unter

www.kirche-mv.de/Was-sehen-Sie-Frau-Lot.lot.0.html